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Berlin, 15. November 2014 – Der anhaltenden israelische Besatzung und ethnischen Säuberung der heiligen Stadt Jerusalem und die völkerrechtswidrigen Verstöße Israels gegen die Stadt und ihre einheimischen palästinensischen Bewohner, sowohl christlichen als auch muslimischen Glaubens, muss international Einhalt geboten werden. Aus diesem Grund ruft die Palästinensische Gemeinschaft in Deutschland e.V. mit einer Vielzahl von Institutionen aus der ganzen Welt die Woche der Solidarität mit Jerusalem ins Leben, um die Menschen bezüglich der menschenverachtenden und rechtswidrigen Praktiken Israels und die Diskriminierung der Palästinenser zu sensibilisieren. 
 
Das Israelischen Komitee gegen Häuserzerstörungen schätzt, dass die israelischen Behörden seit 1967 im Westjordanland mehr als 27.000 Gebäude abgerissen haben. 
Darüber hinaus wird seitens der israelischen Regierung versucht die christlichen, wie auch muslimischen Heiligtümer durch unterirdische Ausgrabungen zum Einsturz zu bringen und verletzt dadurch die religiösen Gefühle Milliarden gläubiger Muslime und Christen weltweit. Ferner ist es bisweilen den Palästinensern verboten die Al-Aqsa Moschee zu besuchen und in ihr das rituelle Gebet zu verrichten, welches eine Verletzung fundamentaler Menschenrechte ist. Zudem verschafften sich israelische Soldaten Zugang zur Moschee und beschmutzten die Reinheit des Ortes.
 
Palästinensern aus Jerusalem wird vermehrt der Pass entzogen und sie werden wie in Zeiten der südafrikanischen Apartheid in Orte zwangsumgesiedelt, welche man ohne Weiteres mit dem Warschauer Ghetto vergleichen kann. Zwei Drittel der palästinensischen Bevölkerung im östlichen Jerusalem leben heute in Armut. Die Familien, die vom Abriss ihrer Häuser betroffen sind, werden häufig von einer ökonomischen und sozialen Katastrophe betroffen. Laut Bericht der britischen Organisation „Save the Children“ bedeutet das für die Kinder u.a. Abbruch des Schulbesuchs und einen schlechteren Lebensstandard mit begrenztem Zugang zu Wasser und ärztlicher Versorgung.
 
„Es ist bedauerlich, dass die Weltöffentlichkeit und besonders die Bundesregierung gegenüber diesem Unrecht schweigt und dass das Recht auf menschenwürdige Behandlung, Wohnraum und das legitime Recht auf Heimat mit Füßen getreten wird, wie auch die religiösen Gefühle durch die nahende Zerstörung der Al-Aqsa Moschee verletzt werden“, beschreibt Suhail Abu Shammala, Vorsitzender der PGD, das Handeln der Bundesregierung und fordert von dieser „ihrer politischen Verantwortung gegenüber jedem Palästinenser gerecht zu werden und für ihre elementaren Menschen- und Bürgerrechte, sowie auf ihr Recht auf die freie Religionsausübung und die religiösen Gefühle von Milliarden Muslimen einzustehen“
 
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